Energieertrag

Insbesondere solare Einstrahlung und Temperatur, aber auch weitere Umgebungsbedingungen wie Windgeschwindigkeit, Regenhäufigkeit und Schneebedeckungsdauer bestimmen wesentlich den Ertrag von Photovoltaikanlagen.
 
Um den Ertrag für das Solarstrom-Kraftwerk Haimhausen II abschätzen zu können wurden deshalb meteorologische Daten zugrunde gelegt.

Verwendete Quellen:

Meteonorm 6.1.0.19 der Fa. Meteotest
Hierbei handelt es sich um eine globale Klimadatenbank kombiniert mit einem Wetterdatengererator. Die Software ermöglicht die Berechnung von langjährigen und aktuellen Monatsmittelwerten sowie von Stundenwerten eines typischen Jahres.Das Ergebnis basiert auf gemessenen Daten der Jahre 1981 - 2000 und wird aus mehreren Quellen (Bodenstationen, Satellitenwerte) für den jeweiligen Standort interpoliert.

Satel-Light
Europäische Online-Datenbank basierend auf halbstündlichen Messdaten des Wettersatelliten METEOSAT des Zeitraumes 1996-2000

PVGIS
Freies webbasiertes Tool des Joint Research Centre in Ispra (Italien) zur Bestimmung des Strahlungspotentials und der Performance von PV-Anlagen in Europa und Afrika.

NASA-SSE
Freie webbasierte Datenbank der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Über die Website Surface meteorology and Solar Energy (SSE) können über 200 satellitenbasierte meteorologische Daten abgerufen werden. Monastmittelwerte der Globalstrahlung über eine 22-jährige Meeperiode (1983-2005) können für jeden beliebigen Standort generiert werden.

Deutscher Wetterdienst (DWD)
Der Strahlungsdatensatz des DWD beinhaltet Monatsmittelwerte der Globalstrahlung auf die horizontale Fläche. Die Werte basieren auf Messwerten über den Zeitraum von 1981 bis 2009.

Für die hier vorliegende Ertragssimulation wurden alle Quellen berücksichtigt und je nach zu Grunde liegendem Datenzeitraum und Datenqualität ein gewichtetes Mittel gebildet.

Die Jahressumme für die Globalstrahlung auf die horizontale Fläche beträgt für den Standort Haimhausen 1.162 kWh/m² a.

Dieser Wert lässt sich durch eine exakte südliche Ausrichtung der Solarstrommodule und bei Aufständerung in einem Winkel von 28° verbessern.
Von dieser angenommenen Einstrahlung müssen Werte für die mögliche Verschmutzung der Module sowie die Reflexion abgezogen werden, um eine Ausgangsbasis für die Stromumwandlung in den Modulen zu haben. Diese weiteren Werte berechnet man nach der Einstrahlung auf die installierte Leistung in kWh pro kWp pro Jahr (kWh/kWp/a), um vergleichbar die Qualität der Anlage d.h. den Anlagenwirkungsgrad (COP) bei der jährlichen Einstrahlung bestimmen zu können.

Die Umwandlungsverluste ergeben sich aus so genannten „mismatch“ – also geringfügiger Leistungstoleranz der Zellen und Module und Himmelszeichnungen durch Teilbewölkung, der Modulerwärmung, den Umwandlungsverlusten der Gleichstromverkabelung bis zum Wechselrichter, der Wirkungsgrade der Wechselrichter, der Leistungsverluste im Niederspannungsnetz, Umwandlungsverluste der Transformation auf Mittelspannung. Daneben müssen für eine seriöse Planung jedoch unter Berücksichtigung aller möglichen negativen Einflüsse (Schneefall, zu große Hitze etc.) weitere Sicherheitsabschläge gemacht werden.


Für den Solarpark Haimhausen II ergeben sich folgende Werte:

Stromeinspeisung:                         2.803.394 kWh p.a.

Spezifischen Jahresertrag:           1.099 kWh / kWp p.a